Immer mehr Städte entscheiden sich dafür, in Sachen Energie und Emissionen „grün“ zu wirtschaften – das bietet Chancen für Privatanleger

Die Hitzewelle der letzten Wochen macht schmerzlich bewusst, dass der Klimawandel weiter fortschreitet. Jede Tonne CO2, die in die Atmosphäre gelangt, ist schädlich und befeuert die negativen Auswirkungen der Treibhausgase auf unserem Planeten. Eine Verminderung des CO2-Ausstoßes ist daher unbedingt notwendig. Die Maßnahmen, um den Anstieg der globalen Erwärmung zu minimieren, können durch „grünes“ Wirtschaften verstärkt werden, meint Sandra Montero López vom Finanzexperten Sensus Vermögen.

Grüne Anlagen als Investition in den Klimaschutz

Die Schaffung grüner Infrastrukturprojekte wie sie z. B. derzeit in München betrieben werden (die Stadt möchte ihre Einwohner bis 2025 zu 100 Prozent mit Ökostrom versorgen), kann den Klimaschutz maßgeblich beeinflussen. Mehr als die Hälfe der Weltbevölkerung lebt in Städten und verbraucht mehr als zwei Drittel der zur Verfügung stehenden Energie. Veränderungen im Bereich Klimaschutz sollten deshalb zuerst hier vollzogen werden. Doch um grüne Projekte wie in München umzusetzen, benötigt es enorme finanzielle Mittel – nach Berechnungen der Global Commission on the Economy and Climate schätzungsweise vier Billionen Dollar. Grüne Anleihen wären dafür eine mögliche Lösung, denn sie konnten sich in den vergangenen Jahren über großen Zuspruch freuen.

Die Ratingagentur Moody’s rechnet in diesem Jahr mit einem Anstieg des Volumens grüner Investitionen auf über 250 Milliarden Dollar. Die Anleger haben die Vorteile nachhaltiger Kapitalanlagen offenbar schätzen gelernt, denn sowohl Umweltvorteile als auch attraktive Renditen lassen die Herzen der Anleger höher schlagen. Nach Auffassung von Sandra Montero López sind grüne Investments für ein diversifiziertes Portfolio unverzichtbar, denn sie stehen maßgeblich für Arbeitsplätze, Wirtschaftswachstum sowie Nachhaltigkeit und sind aus der Zukunft nicht mehr wegzudenken. Eine Geldanlage wird sich vermutlich langfristig rentieren. Auch die aktuelle Zinsflaute wird aller Voraussicht nach das Interesse der Anleger steigern, sodass grüne Investments immer mehr in den Fokus renditeorientierter Investoren rücken. Ein Nischendasein, wie noch vor einigen Jahren der Fall, führen sie schon lange nicht mehr – zumal die Performance nachhaltiger Investitionen mit denen konventioneller Anlagen durchaus mithalten kann, meint Sandra Montero López. Ein Umdenken bei der Zusammenstellung des Portfolios kann einen großen Beitrag zur Vermögensbildung und somit zur Altersvorsorge leisten und fördert zugleich nachhaltige Projekte zum Schutz des Klimas.

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