Nachhaltige Landwirtschaft ist das beste Instrument gegen Unterernährung – wer grün investiert, handelt sozial und kann gleichzeitig Vermögen aufbauen

Unterernährung ist in vielen Ländern aufgrund der wachsenden Weltbevölkerung ein großes Problem. Insbesondere auf dem Land trifft es die Menschen besonders hart. Nach Angaben der Welthungerhilfe hungern 815 Millionen Menschen, zwei Milliarden leiden an Mangelernährung. Die Zahlen sprechen für sich, es muss etwas getan werden, um den Hunger zu bekämpfen. Das Problem: Die Weltbevölkerung wächst, während die Anbaufläche für landwirtschaftliche Produkte gleichbleibt. Regierungen sind gezwungen, Lösungen zu finden, deshalb fand im Juli dieses Jahres eine Veranstaltung mit dem Titel „Investing for Reshaping Food Systems“ statt, bei dem die Dringlichkeit zur Entwicklung einer nachhaltigen Landwirtschaft besprochen wurde.

Eine nachhaltige Landwirtschaft zeichnet sich nach der Definition des Barilla Centre for Food & Nutrition durch eine „effiziente Produktion von sicheren, gesunden und qualitativ hochwertigen landwirtschaftlichen Produkten auf eine ökologisch, ökonomisch und sozial nachhaltige Art und Weise“ aus. Die nicht nachhaltigen Anbautechniken und Wasserverschwendung machen es jedoch schwierig, dieses Prinzip umzusetzen. Private Investition in eine nachhaltige Landwirtschaft könnten eine mögliche Lösung sein, meint Sandra Montero López vom Finanzexperten Sensus Vermögen.  

Nachhaltiges Investment – sozial und renditestark

Wichtig sind im ersten Schritt zur Entwicklung einer nachhaltigen Landwirtschaft der Aufbau einer stabilen Infrastruktur, um den Transport und die Verarbeitung der Lebensmittel zu ermöglichen. Eine Investition in die Prinzipien der Nachhaltigkeit sorgt damit zugleich für mehr Arbeitsplätze und bessere Marktbedingungen für die Bauern. Im zweiten Schritt geht es vor allem darum, eine nachhaltige Produktion und den Zugang zu diversen Kulturpflanzen zu gewährleisten. Nach Einschätzung von Sandra Montero López schafft man mit Investitionen aus dem privaten Sektor eine gute Voraussetzung dafür, das mangelhafte Nahrungsmittelsystem zu verbessern.

Wer sich also für ein grünes Investment entscheidet, kann nicht nur sein Portfolio gewinnbringend erweitern, sondern auch seinen Beitrag gegen den weltweiten Hunger leisten. Dabei unterscheiden sich grüne Investments in puncto Performance kaum von gängigen Investitionen. Der Fakt, dass sie keine Nischenerscheinung mehr sind und sich großer Nachfrage erfreuen, untermauert den veränderten Status von nachhaltigen Investments am Finanzmarkt, meint Sandra Montero López. Hier können renditeorientierte Anleger auch in Zukunft mit hohen Gewinnen rechnen und sich für die Zeit nach der Erwerbstätigkeit eine finanzielle Grundlage schaffen.

Schreibe einen Kommentar

Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.